© Besim Mazhiqi
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Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn

Diözesankomitee Paderborn

Das Diözesankomitee ist die Vertretung der katholischen LaienKatholikinnen und Katholiken aus den Pfarrgemeinderäten und Verbänden im Erzbistum Paderborn und damit der Paderborner Mosaikstein im Laienapostolat Deutschlands.
Es ist Sprachrohr der gut 1,5 Millionen Frauen und Männer, Jüngeren und Älteren im Erzbistum Paderborn, die kirchenrechtlich nicht Priester und Ordensleute, also Laien sind und setzt sich wie Mosaik zusammen: Es besteht aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Pfarrgemeinderäte, der katholischen Verbänden sowie Einzelpersonen. Das Diözesankomitee ist eine für vier Jahre gewählte Interessenvertretung von Laien, die den Erzbischof berät, die Haltung zeigt und Diskurse führt.

Am 30. Juni 2026 wird ein Vertreter aus dem Dekanat Märkisches Sauerland für das neue Diözesankomitee nach den Gremienwahlen im November 2025 gewählt.

Folgender Aufruf zur Wahl wurde veröffentlicht:

Als Christinnen und Christen gestalten wir Kirche und Gesellschaft mit und melden uns zu Wort – besonders in diesen Zeiten der Umbrüche, pastoralen Veränderungen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Wir fragen danach, wie es uns heute und morgen gelingt, Menschen mit der Botschaft des Evangeliums in Kontakt zu bringen, leben unser aller Berufung durch Taufe und Firmung und stärken die Rolle der Laien und damit die Synodalität in der Kirche. In der kommenden Legislatur stehen schon jetzt zukunftsweisende Herausforderungen im Fokus des Diözesankomitees:

  • Zukunft der Pastoral: Die Gestaltung des Glaubens- und Gemeindelebens in den künftig neu strukturierten Seelsorgeräumen erfordert Kreativität, Engagement und Eigeninitiative der Laien in Verbänden und Gemeinden. Bei strategischen Weichenstellungen auf Diözesanebene ist die Expertise des Diözesankomitees ein wichtiger Baustein.
  • Aufarbeitung sexueller Gewalt: Die Ergebnisse der aktuellen Studie der Universität Paderborn zum Thema sexuelle Gewalt im Erzbistum Paderborn bilden die Grundlage für eine fortlaufende Auseinandersetzung. Die Veränderung von Machtstrukturen, die Stärkung der Anliegen der Betroffenen sowie die Vertrauensbildung bei Gläubigen und in der Gesellschaft erfordern eine intensive Beschäftigung, die das Diözesankomitee bereits in den vergangenen Jahren begonnen hat.
  • Katholikentag 2028: Die Katholikentage in Deutschland machen das Engagement von Katholik*innen in Kirche und Gesellschaft besonders erlebbar. Wir freuen uns darauf, in Kürze die Planungen für den Katholikentag 2028 zu beginnen, der im Erzbistum Paderborn stattfinden wird. Dieser Prozess wird die nächste Legislatur des Diözesankomitees maßgeblich begleiten.
  • Zukunft der Synodalität im Erzbistum: Wie wird künftig die Mitwirkung der Laien gestaltet? Welche Gremien arbeiten wie zusammen, welche Akteure und Formate werden entwickelt, um weiterhin eine starke Stimme der Laien zu sichern? Diese und weitere Zukunftsfragen werden in einem Prozess behandelt, den das Diözesankomitee bis Ende 2028 gestalten wird und der die Ideen und Haltungen seiner Mitglieder aktiv einbindet.
  • Vertretung und Vernetzung: Das Diözesankomitee bündelt die Interessen der Laien, vertritt sie gegenüber kirchlichen Gremien und Institutionen und fördert den Austausch zwischen Verbänden und Gemeinden. So entstehen tragfähige Netzwerke, die die Laienarbeit im gesamten Erzbistum sowie auf Landes- und Bundesebene stärken sowie aktuelle Themen in Kirche und Gesellschaft maßgeblich vorantreiben.

 

29.11.2022: Gemeinsam mit der Vollversammlung und den neu gewählten Vorstandsmitgliedern Johannes Menze, Stephan Stickeler und Regina Kopp-Herr werden sie in den nächsten vier Jahren die Arbeit der Laienvertretung im Erzbistum Paderborn gestalten. „Im Diözesankomitee leben und erleben wir eine enorme Vielfalt von Glaubenspraxis und Themenfeldern, die engagierte Christinnen und Christen beschäftigen. Basis für unser Handeln ist unser Glaube, mit dem wir Kirche und Gesellschaft aktiv gestalten wollen“, führt Nadine Mersch aus. Mit Blick auf zukünftige Handlungsfelder ist der Vorsitzenden wichtig zu betonen, dass die Beheimatung in den kirchlichen Strukturen nicht zur Abschottung führen dürfe. Das Engagement des Diözesankomitees und seiner Mitglieder solle Strahlkraft für viele sowohl innerhalb als auch außerhalb der katholischen Kirche entwickeln. Dies zeigt sich auch in dem eigenen Anspruch des Diözesankomitees, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Der Vorsitzende Jan Hilkenbach skizziert die bevorstehenden Aufgaben mit Blick auf die innerkirchlichen Reform- und Veränderungsprozesse: „Unsere Kirche braucht Zukunft.  Viele engagierte Christinnen und Christen erwarten spürbare Veränderungen. Wir wollen in der neuen Legislatur weiterhin an einer glaubwürdigeren Kirche arbeiten und uns dafür einsetzen, dass die Reformbeschlüsse des Synodalen Weges umgesetzt werden.“ Mit einem zukünftigen neuen Erzbischof von Paderborn möchte das Diözesankomitee konstruktiv zusammenarbeiten und die Verwirklichung des Zielbilds 2030+ im Erzbistum engagiert mitgestalten. Im Rahmen der Konstituierung fanden auch die Wahlen zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) statt. In dieses oberste Gremium auf Bundesebene wurden aus dem Erzbistum Paderborn Regina Kopp-Herr (Bielefeld), Markus Ziganki (Castrop-Rauxel) und Jan Hilkenbach (Brilon) entsandt. Die Neukonstituierung des Diözesankomitees fand in der Katholischen Akademie Schwerte statt. In den Monaten zuvor wurden in den Dekanaten Vertreter und Vertreterinnen aus den Pfarrgemeinderäten in das Diözesankomitee gewählt. Jeweils neun Mitglieder entsenden die Erwachsenenverbände (über die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände im Erzbistum Paderborn) und Jugendverbände (über den BDKJ-Diözesanverband) sowie die caritativen Fachverbände. Als Einzelmitglieder aus dem öffentlichen und kirchlichen Leben wählten die Delegierten Regina Kopp-Herr, Raphael Tigges MdL, Prof. Dr. Dr. Oliver Reis sowie Eva Dreier hinzu. Etwa die Hälfte der Mitglieder ist erstmals im Diözesankomitee vertreten, die anderen bringen ihre Erfahrungen aus den vergangenen Jahren mit ein. Zusammen mit den beratenden Mitgliedern Diözesanadministrator Msgr. Dr. Michael Bredeck (Bischöflicher Beauftragter) und Dr. Christian Föller (Geschäftsführer) startet die Vollversammlung der Laienvertretung in die vierjährige Amtszeit.

Weiterführende Informationen und aktuelle Themen des Diözesankomitees erhalten Sie unter : www.dk.paderborn.de