Auswertung Weltsynode

11. Mai 2022
Hemer
Quintessenz zu den 10 Fragen der Weltsynode aus Gesprächen mit: Pastoralverbundsrat, 2 digitalen Abenden, Gebetskreis, Exerzitien Fahrten auf Juist.

Neu aufbrechen:

Menschen möchten einen Neuanfang mit neuen Bischöfen, Bistumsleitungen.

Ausgrenzung geschieht in Bezug auf junge Menschen, Frauen und Laien und auf gesellschaftliche Milieus der Unterschicht hin. Durch Sprache, Zentralisierung und wiederkehrende Strukturreformen, durch unverständliche Verlautbarungen und Regeln der katholischen Kirche.

Hauptamtlichen und Ehrenamtliche bremsen sich gegenseitig beim Vorangehen aus.

Streit zwischen Reformern und Traditionalisten hinterlässt vor Ort Verlierer die sich zurückziehen.

Aufmerksam zuhören:

Auf die Jugend hören, was sie der Kirche zu sagen hat. Und auf die Menschen hören, die in unserer Gesellschaft benachteiligt sind.

Offen reden:

Es gibt wenig Bereitschaft zu Streiten. Dazu tragen die persönlichen Angriffe bei und die Anstrengung bei komplexen Fragen zu differenzieren.

Gewünscht ist Respekt und gegenseitiges Vertrauen.

Man sieht keine Möglichkeiten vor Ort mit der Bistumsleitung ins Gespräch zu kommen, trotz ausgewählter Bistumsveranstaltungen, die die Ortsebene einladen.

Gemeinsam feiern:

Die Feiern der verschiedenen Gottesdienste sind wichtiger Ausdruck des Glaubens und der Glaubensgemeinschaft. In den Feiern soll auf die Lebens- und Glaubenswelt der Gläubigen eingegangen werden.

Häufig wird die liturgische Sprache als nicht lebensnah bezeichnet. Diese muss angepasst werden, um mit den Gläubigen oder Suchenden auf Augenhöhe zu sein.

Die Corona Pandemie zeigt, wo Gemeinden experimentierfreudig mit Gottesdienstformen umgehen. Hier konnten auch Fernstehende neue Kontakte knüpfen.

Mutig Zeugnis geben:

Für die Weitergabe des Glaubens werden Menschen benötigt, die in ihrem Alltag durch den täglichen Umgang ohne Worte Zeugnis geben.

Menschen in unterschiedlichen Milieus müssen gewonnen werden, damit sie auf Augenhöhe den Glauben weitertragen können. Dafür braucht es eine Vielfalt von Angeboten, niederschwellige und anspruchsvolle, traditionelle und expeditive Formen von Kirche.

Hauptamtliche sollen durch ihre Ausbildung mehr pädagogisches und mediales Handwerkszeug erhalten und damit theologisches Wissen ergänzen.

Fair streiten – Dialog führen:

Nach Innen ist der Wunsch, dass für alle Platz ist in der katholischen Kirche. Dazu bedarf es der Haltung sich nicht gegenseitig das Recht und den Platz in Kirche streitig zu machen.

Nach außen ist der Wunsch, offen auf die Menschen zuzugehen, die Vielfalt der Lebensweisen zu akzeptieren – OutInChurch.

Ökumenisch wachsen:

Ökumenische Kontakte zu den Nachbarkirchen werden gepflegt und gefördert.

Im diakonalen Bereich kann gut zusammengearbeitet werden. Das Synodale Prinzip der evangelischen Kirche wird auch mehr für die katholische Kirche erwünscht.

Gemeinsam sollen die trennenden Themen aufgearbeitet werden, Abendmahlsgemeinschaft soll möglich werden. Wunsch ist die Einheit in der Vielfalt im Ausdruck des Glaubens.

Intensiv teilen:

Problem bleibt bei Entscheidungen im Gemeindeleben die Abhängigkeit von Hauptamtlichen, besonders von Pfarrern.

Gewünscht ist die Teilhabe an Entscheidungen durch Gremien aber auch Teams, die für bestimmte Projekte verantwortlich sind.

Entscheidungen müssen vor Ort belassen werden, wenn möglich.

Richtig entscheiden:

Mehr Synodalität in der Kirche von Rom aber auch in der Ortskirche des Bistums und den Pastoralräumen vor Ort. Weniger Hierarchie.

Mehr Respekt für Frauen auch bei Entscheidungen in Kirche, und mehr Respekt vor Laien und deren Einsichten.

Weiterlernen:

Das Engagement der Ehrenamtlichen soll mehr gefördert werden.

Die Begabungen der einzelnen im Blick nehmen. Was kann jemand durch seine Begabung für die Gemeinschaft anbieten? Wie können diese Begabungen durch konkrete Hilfen gefördert werden?

Vertrauen haben auf die Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wirkt.

Netzwerke schaffen, auch über die Gemeindegrenzen hinaus.

Das ist die Auswertung aus dem Dekanat Märkisches Sauerland.

Hier die Auswertung des Erzbistum Paderborns: Bericht Erzbistum Paderborn WSP, 5. Mai 2022_korr