Aktuelles im Dekanat

Eine Woche für den Heiligen

 

Iserlohn. Nicht nur einen Tag, sondern eine ganze Woche hat der Pastoralverbund Iserlohn in diesem Jahr dem Pankratiustag am Sonntag, 13. Mai, gewidmet. Besonders gefeiert wird der Tag wegen der Gründung der neuen Pfarrei St. Pankratius, die seit Anfang des Jahres alle sechs innerstädtischen Gemeinden umfasst. Aus diesem Grund wird auch Weihbischof Dominicus Meier der Waldstadt einen Besuch abstatten. 

Der Bischof wird nicht nur im zentralen Gottesdienst am 13. Mai eine Predigt abhalten, sondern auch einen anderen ganz wichtigen Part übernehmen. Er überreicht der Gemeinde offiziell eine Reliquie des heiligen Pankratius. Es ist ein kleines Knochenstück, das von dem Stadtpatron von Iserlohn stammen soll. Pfarrer Johannes Hammer sagt: „Durch die Reliquie haben wir eine Verbindung zum Verstorbenen.“ 

Bevor aber der Pastoralverbund zum zentralen Gottesdienst am 13. Mai um 10.30 Uhr in die Pfarrkirche St. Aloysius einlädt, stehen zwei weitere Tage im Zeichen des Stadtpatrons. 

Eine Woche vor dem Pankratiustag, am Sonntag, 6. Mai, findet in der Bauernkirche um 17 Uhr eine Vesper statt, die das Leben des Heiligen zum Thema hat. Auch auf Ökumene wird dabei Wert gelegt. Der evangelische Pfarrer Jürgen Löprich leitet zusammen mit dem katholischen Diakon Heinz-Rüdiger Lülff die Vesper. Löprich wird auch den zentralen Gottesdienst am Pankratiustag begleiten. Zudem wird der Lebensweg des Stadtpatrons musikalisch gestaltet. Kantor Christopher Brauckmann betont: „Der rote Faden ist Pankratius.“ Geplant ist eine musikalische Zeitreise von der Zeit des Heiligen bis in die Gegenwart. „Wir liefern gregorianische Gesänge, gehen über die Renaissance und Romantik und enden mit einer modernen Improvisation“, sagt Brauckmann. Dazu spielt der Posaunenchor Iserlohn unter der Leitung von Stefan Beumers.

Weiter geht es am Freitag, 11. Mai, um 17 Uhr mit einer Vernissage im Forum St. Pankratius. 25 Künstler stellen unter dem Motto „Glaube, Hoffnung, Liebe“ ihre Werke vor. Petra Lukoschek, Sprecherin des Kunstvereins Iserlohn, sagt dazu: „Als Künstler provoziert man ja gerne. Mit dem Thema sind wir aber sehr sensibel umgegangen.“ Zu sehen sind Darstellungen der heiligen Lucia, Engel und ein abstrahiertes Bild der Aloysiuskirche. Auch Skulpturen sollen die Ausstellung bereichern. 

Schuberts Festmesse erklingt in St. Aloysius 

Der Pankratiustag am 13. Mai in der Pfarrkirche St. Aloysius bietet zum Abschluss ein besonderes Programm. Ein Chor aus 25 Personen und ein ebenso großes Orchester spielen Franz Schuberts Festmesse G-Dur, D167 unter der Leitung von Kantor Christopher Brauckmann. „Wir werden alles geben“, verspricht der Kirchenmusiker eine festliche Messe. Da Brauckmann den Pastoralverbund Iserlohn im Frühsommer verlässt, wird die Festmesse von Schubert eines seiner letzten großen Konzerte sein.

 Nach vier Jahren in Iserlohn verabschiedet sich auch Vikar Stefan Kendzorra am Pankratiustag von seiner Gemeinde. Er wechselt in den Pastoralkreis Arnsberg, um unter anderem die aus Lateinamerika stammende christliche Gemeinschaft „Shalom“ zu begleiten.

(IKZ Hendrik Schulze Zumhülsen 30.04.2018)