Aktuelles im Dekanat

Weihnachten findet statt

Gemeinsames Pressegespräch von Superintendentin Martina Espelöer und Dechant Johannes Hammer

Superintendentin Martina Espelöer und Dechant Johannes Hammer im Varnhagenhaus des Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn; Foto: Heike Kiefer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Iserlohn. Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn Pfarrerin Martina Espelöer und Pfarrer Johannes Hammer, Leiter des Pastoralverbundes Iserlohn und Dechant des Dekanates Märkisches Sauerland, hatten am 27. Oktober in ökumenischer Verbundenheit zu einem gemeinsamen Pressegespräch eingeladen, um auftretende Fragen rund um das bevorstehende Weihnachtsfest zu beantworten und ein Signal der Zuversicht und der Hoffnung zu setzen. „Gott kommt auf die Erde ohne unser Zutun.“, brachte Superintendentin Martina Espelöer die Bedeutung von Weihnachten für uns als Kirche und Gesellschaft auf den Punkt. Sie spüre starke Beschränkung, aber auch eine stärkere Konzentration auf das Wesentliche: „Was zählt sind Gemeinschaft – auch auf Distanz – und dass wir von unserem barmherzigen Gott nicht alleingelassen werden.“ Auch für Dechant Johannes Hammer ist die Menschwerdung Gottes der Grundgedanke von Weihnachten. Das bedeute auch, “etwas Neues anzufangen, wie es Gott mit seiner Menschwerdung gemacht hat, und Gewohntes hinter sich zu lassen. Kreative Ideen zu entwickeln, aber auch nachdenklich zu sein und sich auf das Wesentliche zu besinnen.“

Die Gemeinden haben bereits mit der aktiven Planung der Weihnachtsgottesdienste begonnen:  angefangen von Freiluft-Gottesdiensten bis hin zu digitalen Angeboten ist viel ermutigende Innovation zu spüren. Sofern es die aktuelle Corona-Entwicklung zulässt, werden Gottesdienste geplant. Die bestehenden Hygienekonzepte werden angepasst und nochmals enger gefasst. So planen zum Beispiel die Evangelischen Gemeinden Oestrich, Hennen und Deilinghofen, teils in ökumenischer Ausrichtung, „Trecker-Gottesdienste“ über mehrere Stationen, die Versöhnungs-Kirchengemeinde Iserlohn Gottesdienste im Hemberg-Leichtathletik-Stadion, in Schwerte wird es mehrere Freiluftgottesdienste an verschiedenen Orten der Stadt geben, der Pastoralverbund Balve hat die Reitanlage Wocklum für ein Offenes Singen gewinnen können, die Johannes-Kirchengemeinde Iserlohn plant einen Gottesdienst im Floriansdorf und einen ökumenischen Gottesdienst in St. Michael Gerlingsen für Heiligabend. Es wird auf Entzerrung gesetzt. Dechant Johannes Hammer weist auch auf die personelle Problematik hin: Ehrenamtliche Helfer gibt es, aber auch sie möchten mit ihren Familien feiern. Und mit einem Augenzwinkern erinnert er daran, dass Weihnachten ja nicht nur an Heiligabend stattfindet, sondern auch den Tagen danach. „Advent ist das Tor zu Weihnachten und öffnet etwas Neues“, fasst es Dechant Johannes Hammer treffend zusammen. Superintendentin Martina Espelöer begrüßt diese Öffnung ebenfalls: „Die Kirche kommt zu den Menschen: Ich glaube, dass die Öffentlichkeit das schon lange von uns erwartet.“ Sie selbst wird einen digitalen Nachtsegen zum Heiligabend sprechen, der ab 21 Uhr auf dem YouTube-Kanal des Kirchenkreises (www.kirche-iserlohn.de) empfangen werden kann. Denn es soll auch zusätzliche Angebote für all diejenigen geben, die in der momentanen Situation keine Präsenzveranstaltung besuchen möchten.

Auch in der Adventszeit darf man gespannt sein auf die digitalen Angebote des Kirchenkreises: „Wir möchten in großer Verbundenheit mit der Gesellschaft schauen, dass wir als Kirche präsent bleiben:“ Der Digitale Adventskalender (ab 1. Dezember), der von allen Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn mitgestaltet wird, oder die geistlichen Impulse per Podcast, YouTube oder als Telefonandacht (über 02371 5629986) sind nur einige Beispiele. Angedacht wird auch eine Ökumenische After-Work-Andacht in Iserlohn, die Hammer und Espelöer gemeinsam halten möchten – wenn möglich auf der Treppe zwischen der Obersten Stadtkirche und der Bauernkirche im Zentrum von Iserlohn.

Viele Menschen bedrückt die derzeitige Situation: Die Unsicherheit, in welcher Form Veranstaltungen und Gottesdienste in den nächsten Wochen stattfinden können, die Bedeutung für unseren Umgang im sozialen Miteinander, mit Pflege und Besuchen in Altenheimen und Krankenhäusern, die Angst vor einem neuen Lockdown. Superintendentin Martina Espelöer und Dechant Johannes Hammer möchten diesem Gefühl des Niedergedrücktseins die Kraft der Menschwerdung Gottes entgegensetzen, die Hoffnung schenkt: „Für Gottes Mitmenschlickeit gibt es kein Beherbungsverbot. Wann sonst, wenn nicht jetzt, kann man spüren, dass sich diese Hoffnung in die Tat umsetzen wird.“, bekräftigt die Superintendentin. „Gott hält keinen Abstand“, ermutigt der Leiter des Pastoralverbundes alle, die angesichts der Situation aufgeregt oder nervös sind. „Gemeinsam bleiben wir zuversichtlich!“ – Darin sind sich beide einig .

Quelle: https://www.kirche-iserlohn.de/themen/alle-news/datum/2020/10/29/weihnachten-findet-statt-1/