Aktuelles im Dekanat

„Auf dem Weg zur Priesterweihe“

  Bereiten sich auf ihre Priesterweihe vor: Diakon Daniel Wäschenbach (Bielefeld), Diakon Sascha Heinrich (Letmathe) und Diakon Patrick Kaesberg (Paderborn). Foto: pdp / Thomas Throenle

 

 

 

 

Paderborn (pdp). Derzeit bereiten sich drei Seminaristen des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn auf den Empfang des Sakraments der Priesterweihe vor: Erzbischof Hans-Josef Becker wird ihnen am Samstag vor Pfingsten, 8. Juni 2019, im Hohen Dom zu Paderborn durch Handauflegung und Gebet die Weihe spenden. Die drei Diakone Sascha Heinrich (Letmathe), Patrick Kaesberg (Paderborn) und Daniel Wäschenbach (Bielefeld) stellen sich vor und sagen, was ihnen als Christ und zukünftiger Priester wichtig ist. 

Als Christ berufen zu sein, bedeute für ihn, Zeugnis zu geben von der Hoffnung, die einen Menschen als Christen erfülle, sagt Diakon Sascha Heinrich aus der Pfarrei St. Kilian in Iserlohn-Letmathe in Anlehnung an die Bibel. „Es kommt darauf an, auf der Suche zu sein nach der eigenen Berufung und sich zu bemühen, die Berufung konsequent zu leben“, so der Priesterweihekandidat. Heinrich wurde 1987 geboren. Nach dem Erwerb der Fachoberschulreife an der Realschule Letmathe war er von 2003 bis 2012 berufstätig bei der Stadtwerke Iserlohn GmbH: Nach seiner Berufsausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik qualifizierte er sich weiter zum Wassermeister (IHK). Auf die Frage, warum er Priester werden will, antwortet Heinrich: „Ich möchte mein Leben in den Dienst an Gott stellen und jeden Tag versuchen, Gott nahe zu sein und täglich näher zu kommen. Daher will ich den Ruf Gottes, den ich vernommen habe, mit Überzeugung für mich und die Menschen leben.“ So absolvierte er von 2012 bis 2013 das Propädeutikum im Erzbischöflichen Priesterseminar und studierte anschließend von 2013 bis 2017 Katholische Theologie im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen. Nach seinem Abschluss am überdiözesanen Seminar zur Priesterausbildung wurde er 2017 in den Pastoralkurs des Erzbistums Paderborn aufgenommen. Heinrich absolvierte sein Diakonatspraktikum im Pastoralverbund Siegen-Süd und im Pastoralverbund Siegen-Mitte. Ihm sei als zukünftigem Priester wichtig, auf Augenhöhe mit den Menschen zu sein. Für welche Hobbies nimmt er sich Zeit? Heinrich antwortet schmunzelnd: „Ich habe in meinem Schrank Uniformen von zwei Schützenvereinen, denen ich beiden angehöre. Mal schauen, ob da bald die dritte Uniform dazu kommt.“

 

Seit seiner Erstkommunion bis zum Abitur sei er als Messdiener engagiert gewesen, sagt Diakon Patrick Kaesberg aus der Pfarrei Heiliger Martin in Paderborn Schloß Neuhaus. Er wurde 1986 geboren. „Als Christ ist es mir wichtig, Zeugnis zu geben für das große Geschenk Gottes, ewig geliebt zu sein und ewig leben zu sollen“, führt Kaesberg aus. Nach seinem Abitur am Gymnasium Schloß Neuhaus war er von 2006 bis 2008 Vertragsfußballer in Darmstadt und Aachen. Anschließend absolvierte er ein Studium an der Fachhochschule für Wirtschaft in Bergisch Gladbach, das er mit dem Bachelor in Business Administration abschloss. Von 2012 bis 2017 studierte er in Paderborn, Jerusalem und München Katholische Theologie. Sein Studium schloss er mit dem Magister ab. Als Diakon wurde er im Pastoralen Raum „Am Phoenixsee“ in Dortmund eingesetzt. Er wolle Priester werden, um Menschen zu begleiten und ihnen zu helfen, den Weg zu einem erfüllten Leben in dieser Welt und zum ewigen Leben in der kommenden Welt zu finden, so Kaesberg. „Als künftiger Priester ist es mir wichtig, den Menschen die Grundlagen des katholischen Glaubens zu erklären und sie an Orte zu führen, an denen eine Begegnung mit Jesus Christus möglich ist, weil das die beiden Voraussetzungen für eine Annahme des Glaubens sind.“

 

Diakon Daniel Wäschenbach aus der Gemeinde St. Elisabeth in Bielefeld sagt, als Christ berufen zu sein, bedeute „darum zu wissen, dass es einen Plan Gottes für mein Leben gibt, den es immer mehr zu erkennen und zu verwirklichen gilt“. Wäschenbach wurde 1990 in Bielefeld geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 2010 studierte er Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn und an der Universität Wien. Nach dem Abschluss seines Studiums als Magister Theologiae wurde er 2016 in den Pastoralkurs des Priesterseminars Paderborn aufgenommen. „Im Grunde ist das Priesterwerden für mich eine Antwort auf das, was ich auf meinem bisherigen Lebensweg mit Gott in vielen Einzelsituationen als seinen Plan für mein Leben erkannt habe. Ich bin davon überzeugt – und das gilt für alle Menschen –, dass uns nichts glücklicher und fruchtbarer für andere Menschen machen kann, als dem Plan Gottes für unser Leben zu folgen, wie auch immer der für jeden einzelnen aussehen mag“, so Wäschenbach. Sein Diakonatspraktikum absolvierte er im Pastoralen Raum Pastoralverbund Attendorn und im Pastoralen Raum Soest. „Es geht letztlich darum, jeden Tag aufs Neue zu versuchen, als Zeichen Gottes in der Welt, seine unbedingte Liebe zu jedem einzelnen Menschen sichtbar und erfahrbar zu machen“, sagt Wäschenbach im Hinblick auf sein zukünftiges Wirken als Priester.